Wieder mal ein bisschen durch die Gegend radeln, diesmal ganz entspannt durch Süditalien, genauer gesagt Apulien. Nur kleines Gepäck, keine dicken Anoraks, kein Zelt oder Kochgeschirr. Es warten (hoffentlich) Sonnenschein, nette Trattorie und viele Sehenswürdigkeiten. Aah, bella Italia!
Donnerstag, 12. September 2013
Dienstag, 9. April 2013
Arlberg 2013
Zur Abwechslung mal nicht radeln, sondern Skifahren! Das Wetter ist leider etwas durchwachsen, aber zumindest vormittags scheint immer mal wieder die Sonne. Um neun stehen wir (sieben mir bis dahin unbekannte Leute und ich) auf den Ski und dann geht es mit unserem Guide Tom ab ins Gelände von St. Anton, Lech und Zürs. Heute stand erst Albonagrat mit Abfahrt ins Verwall auf dem Programm und dann ging's hinauf auf die Valuga. Bei strahlendem Sonnenschein und dank gestrigem Schneefall mit 15 cm Neuschnee ging's es hinunter nach Zürs. Genial!
Montag, 25. Februar 2013
Website
Im Augenblick ist keine neue größere Tour geplant, aber ich bin gerade dabei eine website mit den vorangegangenen Reisen zu erstellen. Es wird wohl noch ein wenig dauern bis alle bisherigen Reisen auf die Seite gestellt sind, aber drei sind bereits fertig ( Neue Länder, Jakobsweg und Südindien). Falls ihr Lust habt schaut einfach mal auf die Seite www.radreiseundmehr.de.
Freitag, 14. Dezember 2012
Santiago de Chile
Seit zwei Tagen sind wir nun in der Hauptstadt Chiles und haben uns wieder im Viertel Londres Paris einquartiert, drei Straßenzüge, die wirklich ein bißchen an die beiden Städte erinnern, allerdings auch das einstige Folter- und Verhörverließ Pinochets beherbergen. Für uns war hauptsächlich ausschlaggebend, dass es dort einen Laden mit allen erdenklichen Plastikfolien und Verpackungsmaterial gibt, so dass wir unsere Drahtesel fit für den Rückflug machen können.
Tagsüber treiben wir uns hauptsächlich in den superchicen Einkaufs- und Geschäftsvierteln Las Condes, Bellavista und Alonso de Cordova herum. Hier reihen sich Nobelboutiquen und Edelrestaurants aneinander, dazwischen Antiquitätenläden und Kunstgalerien. Das Tolle an diesen Vierteln ist auch, dass man ganz entspannt während des Gehens umherschauen kann ohne plötzlich mitten im Bürgersteig in einem metertiefen Loch zu verschwinden oder in eines der unzähligen Hundehaufen zu treten, wie im Rest der Stadt oder auch in den anderen Orten.
Übrigens die modebewußte Chilenin trägt zu superkurzen Hot Pants warm gefütterte Pelzstiefel! Stell ich mir super vor bei 30 grad im Schatten.
Abends gehen wir dann immer chic essen, wir hätten zwar noch ein paar Tütensuppen, aber es muss ja nicht immer Maggi sein. Nachdem wir zu Hause ja nicht mehr dazu gekommen sind haben wir uns gestern noch den neuen James Bond angeschaut, wow! Wieder ne ganz schöne Materialschlacht.
Hier gibt es ein paar Hügel von denen man vor allem Abends, wenn die Luft etwas klarer wird, einen fantastischen Blick über die Stadt hat. Die Lage Santiagos ist wirklich einzigartig, so direkt vor den schneebedeckten Anden mit etlichen Sechstausendern. Es gibt auch etliche sehr schöne historische Gebäude, aber da die Stadt ja immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht wird, überwiegen doch die Neubauten, aber zum Teil entstehen sehr imposante Hochhäuser.
Nun ja, morgen werden dann noch die Räder verpackt und dann heißt es Abschied nehmen. Ich weiß auf jeden Fall jetzt schon, wie sehr ich die Wärme und die Sonne vermissen werde, auch die Herzlichkeit und Gelassenheit der Leute, die unglaubliche Weite (vor allem in Argentinien), die klare Luft und den phantastischen Sternenhimmel. Sicher nicht vermissen werde ich die hiesige Frühstückskultur und die zu Matsch verkochten Nudeln. Dafür werde ich wieder zum Pflanzenfresser werden, denn so gutes Fleisch wie hier gibt es bei uns einfach nicht. Ich freue mich auf Pfisterbrot und richtig guten Espresso. Und lasst bitte den Schnee nicht weg tauen, dass ich gleich meine neuen Ski ausprobieren kann. Also dann, dass wars vorerst mal, bis bald daheim in der Rothschwaige. Zum Abschluß noch ein paar Bilder von Santiago.
Tagsüber treiben wir uns hauptsächlich in den superchicen Einkaufs- und Geschäftsvierteln Las Condes, Bellavista und Alonso de Cordova herum. Hier reihen sich Nobelboutiquen und Edelrestaurants aneinander, dazwischen Antiquitätenläden und Kunstgalerien. Das Tolle an diesen Vierteln ist auch, dass man ganz entspannt während des Gehens umherschauen kann ohne plötzlich mitten im Bürgersteig in einem metertiefen Loch zu verschwinden oder in eines der unzähligen Hundehaufen zu treten, wie im Rest der Stadt oder auch in den anderen Orten.
Übrigens die modebewußte Chilenin trägt zu superkurzen Hot Pants warm gefütterte Pelzstiefel! Stell ich mir super vor bei 30 grad im Schatten.
Abends gehen wir dann immer chic essen, wir hätten zwar noch ein paar Tütensuppen, aber es muss ja nicht immer Maggi sein. Nachdem wir zu Hause ja nicht mehr dazu gekommen sind haben wir uns gestern noch den neuen James Bond angeschaut, wow! Wieder ne ganz schöne Materialschlacht.
Hier gibt es ein paar Hügel von denen man vor allem Abends, wenn die Luft etwas klarer wird, einen fantastischen Blick über die Stadt hat. Die Lage Santiagos ist wirklich einzigartig, so direkt vor den schneebedeckten Anden mit etlichen Sechstausendern. Es gibt auch etliche sehr schöne historische Gebäude, aber da die Stadt ja immer wieder von schweren Erdbeben heimgesucht wird, überwiegen doch die Neubauten, aber zum Teil entstehen sehr imposante Hochhäuser.
Nun ja, morgen werden dann noch die Räder verpackt und dann heißt es Abschied nehmen. Ich weiß auf jeden Fall jetzt schon, wie sehr ich die Wärme und die Sonne vermissen werde, auch die Herzlichkeit und Gelassenheit der Leute, die unglaubliche Weite (vor allem in Argentinien), die klare Luft und den phantastischen Sternenhimmel. Sicher nicht vermissen werde ich die hiesige Frühstückskultur und die zu Matsch verkochten Nudeln. Dafür werde ich wieder zum Pflanzenfresser werden, denn so gutes Fleisch wie hier gibt es bei uns einfach nicht. Ich freue mich auf Pfisterbrot und richtig guten Espresso. Und lasst bitte den Schnee nicht weg tauen, dass ich gleich meine neuen Ski ausprobieren kann. Also dann, dass wars vorerst mal, bis bald daheim in der Rothschwaige. Zum Abschluß noch ein paar Bilder von Santiago.
Dienstag, 11. Dezember 2012
PanAmericana
Nachdem wir jetzt einen Tag lang mehr oder weniger Autobahn gefahren sind, und uns somit die Zivilisation schon wieder zum Halse raus hängt, haben wir wieder alle Pläne über den Haufen geworfen (Gott sei Dank sind wir noch so flexibel) und haben noch einen Abstecher nach Viña del Mar und Valparaíso gemacht. Hier waren wir vor zwei Jahren zwar schon mal kurz, aber wenn man mehr Zeit hat, lernt man die Orte doch von einer ganz anderen Seite kennen. Valparaíso gehört ja zum Unesco Weltkulturerbe und das ist für einige Teile der Stadt auch durchaus berechtigt, aber warum die Unesco bei Dresden wegen des Baus der neuen Brücke so einen Zirkus aufführt, während hier die grauslichsten, verfallenen Hochhäuser den schönen Blick verstellen, bleibt mir ein Rätsel.
Rätselhaft bleibt uns auch die Gläubigkeit der Chilenen. Gestern mussten wir noch einen kleinen Pass überwinden, auf dessen Passhöhe sich eine kleine Kapelle befindet. Alle Autofahrer, die passieren, grüßen hupend die dort aufgestellten Heiligen und bitten für eine unfallfreie Reise. Einfach mal vom Gas gehen und zu schauen wo beim Auto die Bremse ist wäre vielleicht auch ganz hilfreich.
Wir trauern auf jeden Fall unseren einsamen, verlassenen Schotterpisten nach, auch wenn es immer sehr mühsam war, und werden deshalb die letzten Kilometer bis Santiago im Bus zurücklegen. Das sind von hier immerhin 120 km und kostet mit Radtransport weniger als eine S-Bahn Fahrt Dachau-München! Und die Busse haben wirklich eine Ausstattung wie Lufthansa Business Class!
Diesmal haben wir auch den 9 km vor Valparaíso gelegenen Badeort Viña del Mar besser kennen gelernt. Der kann es in einigen Gegenden durchaus mit Cannes und Nizza aufnehmen, man darf nur nicht zu sehr hinter die Kulissen schauen.
In Valparaíso sind mittlerweile zwei der vielen dicht bebauten Hügel renoviert und die engen, verwinkelten Gassen mit den bunten Häuschen haben schon einen zauberhaften Charme. Aber auch hier gilt, besser nicht hinten in den Hof schauen!
Rätselhaft bleibt uns auch die Gläubigkeit der Chilenen. Gestern mussten wir noch einen kleinen Pass überwinden, auf dessen Passhöhe sich eine kleine Kapelle befindet. Alle Autofahrer, die passieren, grüßen hupend die dort aufgestellten Heiligen und bitten für eine unfallfreie Reise. Einfach mal vom Gas gehen und zu schauen wo beim Auto die Bremse ist wäre vielleicht auch ganz hilfreich.
Wir trauern auf jeden Fall unseren einsamen, verlassenen Schotterpisten nach, auch wenn es immer sehr mühsam war, und werden deshalb die letzten Kilometer bis Santiago im Bus zurücklegen. Das sind von hier immerhin 120 km und kostet mit Radtransport weniger als eine S-Bahn Fahrt Dachau-München! Und die Busse haben wirklich eine Ausstattung wie Lufthansa Business Class!
Diesmal haben wir auch den 9 km vor Valparaíso gelegenen Badeort Viña del Mar besser kennen gelernt. Der kann es in einigen Gegenden durchaus mit Cannes und Nizza aufnehmen, man darf nur nicht zu sehr hinter die Kulissen schauen.
In Valparaíso sind mittlerweile zwei der vielen dicht bebauten Hügel renoviert und die engen, verwinkelten Gassen mit den bunten Häuschen haben schon einen zauberhaften Charme. Aber auch hier gilt, besser nicht hinten in den Hof schauen!
Samstag, 8. Dezember 2012
Combarbalá - Illapel - Los Vilos
Richtig lustig sind hier die Läden. Z.B. gibt es einen Möbelladen, der auch Fahrräder verkauft und eine Art Kaufhaus, ca. 300 m² groß, wo es wirklich ALLES gibt (Schrauben, Unterhosen, Rasenmäher, Barbiepuppen, Silberbesteck, und, und, und...). Und es gibt gebildete Kinder. An einem Kiosk, wo Peter wieder mal ein "completo" (chilenisches Hotdog") verspeist hat, fragt uns der achtjährige Jesus, Enkel der Kioskbetreiberin, wo wir herkommen und erzählt uns dann gleich dass unsere Flagge schwarz, rot, gold ist und unser Wapppentier der Adler. Er malt uns auch gleich alles auf, leider hat er kein Rot, aber Peter läuft schnell zu besagtem Kaufhaus und kauft ihm Stifte.
Am nächsten Morgen fahren wir weiter nach Illapel, einer alten Minenstadt. In der ganzen
Gegend wird Gold, Kupfer und Lapislazuli abgebaut. Viele der kleineren Minen wurden unter Pinochet stillgelegt, aber seit etlichen Jahren lohnt sich der Abbau dank der gestiegenen Rohstoffpreise wieder und die Gegend boomt.
Die Landschaft, durch die wir radeln, ist geprägt von Kakteen. Leider sind wir ein wenig zu früh dran, die Blütenknospen sind noch ziemlich geschlossen, aber in ein, zwei Wochen wird das sicher ein Blütenmeer. Gefühlt geht es eigentlich ständig bergauf, aber zwischendurch bieten sich doch rasante Abfahrten an. Einen kurzen Stopp legen wir noch in der Reserva Nacional Las Chinchillas ein, einem Naturreservat, in dem die letzten wilden Chinchillas leben. Bis Anfang des vergangenen Jahrhunderts erstreckte sich das Verbreitungsgebiet über weite Teile Chiles, aber die Pelztierjäger haben den kleinen possierlichen Nagern mehr oder weniger innerhalb von einigen Jahrzehnten den Garaus gemacht.
Mittlerweile sind wir in Los Vilos, einem der vielen Badeorte am Pazifik. Kein Mensch käme bei uns auf die Idee, diese Ansammlung an Bretterbuden als Urlaubsort auszuwählen, schon gar nicht bei Wassertemperaturen von 15 grad und kaltem Wind. Aber die Chilenen baden fleißig, auch wenn am Strand große Tafeln stehen: zum Baden nicht geeignet wegen der starken Strömung. Aber wir haben, wie fast immer hier, in einer dieser zusammengenagelten Burgen, wieder mal hervorragend gegessen und wurden liebenswürdigst bedient.
Morgen geht es dann endgültig auf die Panamericana, um die letzten 200 km nach Santiago zurück zu legen. Kaum zu glauben, dass die fünf Wochen schon wieder zu Ende gehen.
Donnerstag, 6. Dezember 2012
Ovalle - Combarbalá
Nachdem uns die gestrige Etappe mit unerwartet vielen Höhenmetern noch in den Knochen steckt haben wir spontan beschlossen hier in Combarbalá einen Ruhetag einzulegen und so habe ich Zeit zum Schreiben. Der kleine Ort, von dem wir uns nichts als eine Schlafmöglichkeit erwartet haben, hat uns überrascht mit einem richtig schönen Hotel, einer kleinen Fußgängerzone, natürlich einer hübschen Plaza und einem Restaurant, das zwar von außen wie eine Baracke aussieht, aber richtig gutes Essen serviert.
Die Strecke gestern führte uns wieder durch Weinberge, Obstgärten und Avocadokulturen. Außerhalb der bewässerten Areale aber alles Wüste und Kakteen. Gegen Mittag hielt uns ein Lastwagenfahrer auf und lud uns ein mit ihm zu "seiner " Firma zum essen zu gehen. Also schwups die Radl hintendrauf, samt Peter, der musste sie festhalten, und kurz darauf saßen wir in der Firmenkantine bei Eintopf und Salat. Dann gab es eine Führung übers Gelände. Hier werden Weintrauben zum Essen angebaut und nach Europa verschifft. Wenn ihr also demnächst Trauben kauft, vielleicht sind sie von hier. Der gute Mann zeigte uns dann noch sein Zimmer mit Bad (ganz stolz) und bot uns an hier ein wenig auszuruhen. Davon haben wir aber dankend Abstand genommen, wir sind ja von Indien und Pakistan einiges gewohnt, aber das war schon noch mal eine gewisse Steigerung.
Gut ausgerüstet mit Weintrauben (ob der Chef das genehmigt hätte?) machten wir uns wieder auf den Weg und heute werden wir den Tag im Liegestuhl verbringen, denn morgen heißt es dann wieder: bergauf, bergab.
Die Strecke gestern führte uns wieder durch Weinberge, Obstgärten und Avocadokulturen. Außerhalb der bewässerten Areale aber alles Wüste und Kakteen. Gegen Mittag hielt uns ein Lastwagenfahrer auf und lud uns ein mit ihm zu "seiner " Firma zum essen zu gehen. Also schwups die Radl hintendrauf, samt Peter, der musste sie festhalten, und kurz darauf saßen wir in der Firmenkantine bei Eintopf und Salat. Dann gab es eine Führung übers Gelände. Hier werden Weintrauben zum Essen angebaut und nach Europa verschifft. Wenn ihr also demnächst Trauben kauft, vielleicht sind sie von hier. Der gute Mann zeigte uns dann noch sein Zimmer mit Bad (ganz stolz) und bot uns an hier ein wenig auszuruhen. Davon haben wir aber dankend Abstand genommen, wir sind ja von Indien und Pakistan einiges gewohnt, aber das war schon noch mal eine gewisse Steigerung.
Gut ausgerüstet mit Weintrauben (ob der Chef das genehmigt hätte?) machten wir uns wieder auf den Weg und heute werden wir den Tag im Liegestuhl verbringen, denn morgen heißt es dann wieder: bergauf, bergab.
Fotos
Das wäre der schöne Christbaum, bringe gerne welche mit.
Dann gäbe es noch Vorschläge fürs Weihnachtsmenü, ganz gesund:
Jetzt aber Impressionen von La Serena, man beachte vor allem den "wunderschönen" Strand.
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Quebrada de la Fechas